WeWeb: No-Code App-Builder, Preise 2026 und Grenzen

WeWeb ist ein visueller Builder für Web-Apps wie Kundenportale und interne Tools. Du gestaltest die Oberfläche per Drag-and-drop und verbindest ein Backend deiner Wahl oder das native von WeWeb. Seit dem Preisupdate im April 2026 zahlst du getrennt für den Seat-Plan (ab $20 pro Monat) und das Hosting (ab $13 pro Monat). Grenzen sind das fehlende Server-Side-Rendering und die Lernkurve. Für Schweizer Projekte ist die Hosting-Region von WeWeb Cloud vor dem Start zu klären.
Veröffentlicht am
October 30, 2024
WeWeb App-Builder

WeWeb ist ein visueller Builder für Web-Apps: Kundenportale, interne Tools, Oberflächen für SaaS-Produkte. Du baust die Oberfläche per Drag-and-drop und schliesst ein Backend an. Dieser Beitrag zeigt, was WeWeb 2026 kann, was es kostet, wo es an Grenzen stösst und wie es sich gegen Bubble, Softr und Lovable schlägt.

Was ist WeWeb?

WeWeb ist ein No-Code-Builder für die Oberfläche von Web-Apps. Im Gegensatz zu Wix oder Squarespace baust du damit keine Firmenwebsite, sondern Anwendungen mit Login, Rollen, Formularen und Datenansichten. Das Layout ist responsiv, die Logik läuft über visuelle Workflows. Bei Bedarf importierst du eigene Vue-Komponenten oder fügst Custom Code ein.

Hinweis: Das Front-End ist der sichtbare Teil einer Webanwendung, mit dem Benutzer interagieren, zum Beispiel Layout, Schaltflächen und Formulare.

Dazu kommt ein Backend. WeWeb bringt ein natives mit (Tabellen, Authentifizierung, Dateispeicher), das im Hosting-Plan enthalten ist. Alternativ verbindest du Xano, Supabase, Airtable oder jede REST- oder GraphQL-API.

WeWeb Editor mit Drag-and-drop-Oberfläche
Quelle: Weweb.io

Was WeWeb 2026 kann

  • Editor: Drag-and-drop, Figma-Import, eigene Komponenten, volle CSS-Kontrolle.
  • Daten: Xano, Supabase, Airtable, REST- und GraphQL-APIs oder das native Backend.
  • Workflows: visuelle Logik für Anmeldung, Bestellungen, Formulare und API-Aufrufe.
  • WeWeb AI: erzeugt Oberflächen und Logik aus Prompts. Jeder Plan enthält ein monatliches Token-Kontingent, das nicht auf den nächsten Monat übertragen wird.
  • MCP-Server: Externe KI-Clients wie Claude oder ChatGPT bauen Seiten und Workflows direkt im Projekt. Für dauerhaften Zugriff brauchst du Pro oder Partner.
  • Code-Export und Self-Hosting ab Essential, dazu GitHub-Sync.

WeWeb Preise 2026

Seit dem Preisupdate im April 2026 trennt WeWeb zwei Dinge: den Seat-Plan (wer im Editor baut) und den Hosting-Plan (wo die App läuft). Beides brauchst du, ausser du hostest selbst. Alle Preise in USD, Stand September 2026.

Seat-Pläne

PlanPreis pro MonatAI-TokensEnthalten
Free$01 Mio.Editor, API- und Datenanbindung, MCP-Server als 14-Tage-Test, Deployment auf WeWeb Cloud bis 1'000 Sessions
Essential$2010 Mio.Alles aus Free, Code-Export und Self-Hosting, GitHub-Sync, tägliches Backup
Propro Entwickler, gestaffelt nach Token-Paketab 25 Mio.Alles aus Essential, mehrere Seats, stündliche Backups, unbegrenzter MCP-Zugriff, Schutz von Ressourcen vor KI-Änderungen
Partnersiehe Preisseitesiehe PreisseitePlan für Agenturen und Enterprise

Hosting-Pläne

PlanPreis pro MonatBandbreiteDatenbankDateispeicherBesonderes
Free$01 GB500 MB500 MBWeWeb-Subdomain, 1'000 Sessions
Frontend-only$1310 GB, danach $0.25/GB--Custom Domain, unbegrenzte Sessions
Launch$2010 GB1 GB5 GBCustom Domain, natives Backend
Grow$6650 GB3 GB25 GBUnbegrenzte Produktions-Backups
Scale$208200 GB, danach $0.25/GB10 GB150 GBStaging und Versionierung inklusive

Ein Beispiel: Essential ($20) plus Frontend-only-Hosting ($13) ergibt $33 pro Monat. Hostest du selbst, entfällt das Hosting. Dazu kommen die Kosten für dein Backend, wenn du Xano oder Supabase nutzt. Die aktuellen Preise findest du auf der WeWeb-Preisseite.

Wo WeWeb an Grenzen stösst

  • Kein Server-Side-Rendering: Laut nocodeassistant.agency hat WeWeb bestätigt, dass SSR 2026 nicht auf der Roadmap steht. Für öffentliche Seiten, die bei Google ranken sollen, ist das ein Nachteil. Marketing-Seiten bauen wir deshalb in Webflow, die App in WeWeb.
  • Lernkurve: Du brauchst ein Grundverständnis von CSS, responsivem Layout und Datenmodellen.
  • Nur Web: WeWeb-Apps laufen als responsive Website oder als Progressive Web App im Browser, nicht als native iOS- oder Android-App.
  • Backend-Kosten: Ein externes Backend bezahlst du zusätzlich zum WeWeb-Plan.

WeWeb, Bubble, Softr und Lovable im Vergleich

ToolAnsatzBackendStärkeGrenze
WeWebVisueller Frontend-Builder mit voller UI-KontrolleNativ oder extern (Xano, Supabase, Airtable, REST)Code-Export und Self-HostingLernkurve, kein SSR
BubbleFrontend, Datenbank und Logik in einer PlattformEigene DatenbankAlles an einem OrtKosten hängen am Workload (Workload Units), nicht nur am Plan
SoftrFertige Blöcke und VorlagenVor allem Airtable und Google SheetsSchneller Einstieg, geringe LernkurveKein Code-Export, Backend-Logik bleibt oberflächlich
LovableKI erzeugt Frontend und Backend aus PromptsSupabase bzw. Lovable CloudPrototyp in kurzer ZeitBindung an Supabase, komplexe Geschäftslogik schwierig

Stand September 2026, zusammengestellt aus Anbieter- und Vergleichsseiten. Softr passt, wenn Airtable die Datenbasis ist und die App einfach bleibt. Bubble passt, wenn du alles in einem Tool willst und den Workload im Griff hast. Lovable eignet sich für schnelle Prototypen. WeWeb passt, wenn Oberfläche und Backend getrennt bleiben sollen und du den Code mitnehmen willst.

Für wen ist WeWeb geeignet?

Für ein Kundenportal mit Login und Rollen, das an ein bestehendes Backend anschliesst. Für ein internes Tool bei Teams, die heute mit Excel und E-Mail arbeiten. Für einen SaaS-MVP, der später auf eigener Infrastruktur weiterläuft. Weniger geeignet ist WeWeb für öffentliche Marketing-Seiten und für native Mobile-Apps.

Beispiele für mit WeWeb gebaute Anwendungen
Quelle: Weweb.io

WeWeb und das Schweizer DSG

Sobald deine App Personendaten verarbeitet, gilt in der Schweiz das revidierte Datenschutzgesetz (DSG). Lässt du Daten bei einem Dienstleister bearbeiten, brauchst du einen Auftragsbearbeitungsvertrag (Art. 9 DSG). WeWeb veröffentlicht dafür ein Data Processing Agreement mit Liste der Sub-Prozessoren.

Wo die Daten liegen, hängt vom Aufbau ab. Bei einem externen Backend liegen die Personendaten dort, und du wählst den Standort des Backends, etwa bei Xano oder Supabase. Nutzt du das native Backend von WeWeb Cloud, ist die Hosting-Region in der öffentlichen Dokumentation nicht klar angegeben. Diesen Punkt solltest du vor Projektstart mit WeWeb klären. Wer den Standort selbst bestimmen will, exportiert den Code und hostet selbst (ab Essential). Gelangen Daten ins Ausland, gilt zusätzlich Art. 16 DSG. Das ist keine Rechtsberatung.

WeWeb mit Xano kombinieren

Blinno baut Kundenportale und interne Tools mit WeWeb als Frontend. Ein häufiges Backend dazu ist Xano. Wie die beiden zusammenspielen, steht im Beitrag WeWeb und Xano: Die perfekte Kombination für Webentwicklung.

Häufig gestelle Fragen (FAQ)

Können No-Code Tools auch komplexe Unternehmenslösungen bauen?

Ja. Tools wie Bubble, Xano oder Mendix sind mittlerweile leistungsstark genug für geschäftskritische Anwendungen mit hohen Nutzerzahlen, Datenbankkomplexität und Compliance-Anforderungen, nicht nur für einfache Prototypen.

Sind No-Code und Low-Code Tools für Enterprise-Unternehmen geeignet?

Ja, sofern Governance und Sicherheit mitgedacht werden. Plattformen wie Mendix oder monday.com bieten dafür Rollen, Berechtigungen und Compliance-Funktionen, die auch bei wachsender Komplexität kontrollierbar bleiben.

Was ist der Unterschied zwischen No-Code und Low-Code?

No-Code kommt komplett ohne Programmierung aus, alles läuft über visuelle Bausteine. Low-Code funktioniert ähnlich, erlaubt aber zusätzlich, an bestimmten Stellen eigenen Code einzufügen, wenn mehr Kontrolle oder individuelle Logik gebraucht wird.

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